Wir nutzen die Wasserleinwand als semitransparente, volumetrische Projektionsfläche. Das Laserlicht streut an den winzigen Wassertröpfchen und macht den Strahl auf seinem gesamten Weg durch den Bildschirm sichtbar. Dies ermöglicht atemberaubende 3D-ähnliche Effekte, bei denen Grafiken zu schweben oder aus dem Wasser aufzutauchen scheinen.
Wesentliche Systemkomponenten
Wir benötigen sowohl ein robustes Wasserleinwandsystem als auch ein professionelles Laserprojektionssystem.
Teil 1: Der Wasserbildschirm
* Hochdrucknebel-/Nebeldüsen: Im Gegensatz zu einer laminaren Folie für Videos wird bei Lasershows oft ein dichter Vorhang aus feinem Nebel verwendet. Dadurch wird die Lichtstreuung maximiert. Zum Einsatz kommen industrielle Nebeldüsen oder Hochdruckwasserstrahlen (die Nebel erzeugen).
* Leistungsstarke Pumpe und Filterung: Zur Erzeugung des feinen Nebels ist eine Hochdruckpumpe (500–1000+ PSI) erforderlich. Ein Wasserenthärter/Filter ist von entscheidender Bedeutung, um Düsenverstopfungen durch Mineralien zu verhindern.
* Rahmen und Behälter: Ein starrer Rahmen hält die Düsenanordnung in einer geraden Linie. Ein großes Becken sammelt das Wasser und zirkuliert es.
* Windschutz: Selbst eine leichte Brise kann einen Nebelschutz verzerren. Professionelle Anlagen verfügen oft über Windschutz oder werden im Innenbereich eingesetzt.
Teil 2: Das Lasersystem
Dies ist kein Laserpointer. Sie benötigen einen ILDA-kompatiblen Grafiklaserprojektor.
* Laserprojektor: Enthält RGB-Laser (für Vollfarbe), Hochgeschwindigkeits-Galvanometerscanner („Galvos“), die die Grafiken zeichnen, und Steuerungssoftware.
* Leistungsbedarf: Für den Einsatz im Freien bei Umgebungslicht benötigen Sie normalerweise mehr als 5 Watt Laserleistung. Indoor-Shows können eine geringere Leistung (1–3 W) verbrauchen.
* Steuerungssoftware und -hardware: Sie verwenden Software wie Pangolin Beyond, LaserShow Designer oder Mamba, um Shows zu erstellen/abzuspielen und den Laser über ein ILDA-Kabel zu steuern.
* Sicherheitssystem: Enthält eine Fernverriegelung (Kill-Schalter) und muss so eingerichtet werden, dass die Strahlen sicher enden und niemals in den unkontrollierten öffentlichen Luftraum gelangen.
Teil 3: Synchronisierung
* Audio-Synchronisierung: Für ein koordiniertes Erlebnis sollte die Lasershow-Software mit einem Musiktitel synchronisiert werden.
* Timing mit Wasser: Die Wasserpumpe und der Laser müssen gemeinsam über einen zentralen Show-Controller oder manuelle Hinweise gestartet/stoppt werden.
Schritt-für-Schritt-Einrichtungsprozess
Schritt 1: Design und Sicherheit zuerst
1. Veranstaltungsort: Wählen Sie eine kontrollierte Umgebung mit wenig Wind. Drinnen ist ideal.
2. Sicherheitsplan: Dies ist der wichtigste Schritt. Sie kombinieren Hochleistungslaser (Klasse 3B/4) und Wasser/Strom.
* Laserschutzbeauftragter (LSO): Beauftragen Sie eine bestimmte Person.
* Augenschutz: Scannen Sie niemals das Publikum. Stellen Sie sicher, dass die Laserstrahlen immer innerhalb der „Bildschirmzone“ bleiben und sicher enden. Verwenden Sie beim Aufbau eine Laserschutzbrille.
* Elektrische Sicherheit: Alle Geräte müssen an FI-Schutzschalter angeschlossen sein und die Anschlüsse müssen wasserdicht sein.
* Genehmigungen: Für öffentliche Vorführungen benötigen Sie häufig Abweichungsgenehmigungen von Ihrer örtlichen Strahlen-/Lebensmittel- und Arzneimittelbehörde (wie der FDA in den USA).
Schritt 2: Montieren Sie das Wassersieb
1. Positionieren Sie das Vorratsbecken.
2. Befestigen Sie den Düsenrahmen sicher darüber und stellen Sie sicher, dass er perfekt eben ist.
3. Verbinden Sie die Hochdruckpumpe (im Becken platziert) mit einem Hochdruckschlauch mit den Düsen.
4. Füllen Sie das Becken, fügen Sie gefiltertes/enthärtetes Wasser hinzu und testen Sie den Nebelvorhang. Passen Sie an, bis Sie einen gleichmäßigen, dichten und hohen Bildschirm haben.
Schritt 3: Positionieren und richten Sie den Laser aus
1. Stellen Sie den Laserprojektor auf eine stabile, vibrationsfreie Plattform. Stative funktionieren.
2. Positionieren Sie es für die Frontprojektion (Laser und Publikum auf derselben Seite) oder, seltener, für die Rückprojektion.
3. Entscheidende Ausrichtung: Projizieren Sie mit der Ausrichtungssoftware des Lasers ein einfaches Testmuster (z. B. ein Quadrat). Richten Sie den Laser manuell aus und fokussieren Sie ihn so, dass die gesamte Grafik perfekt in die Grenzen des Wasserbildschirms passt. Die Fokusebene sollte auf dem Bildschirm liegen.
Schritt 4: Programmieren Sie die Lasershow
1. Erstellen oder laden Sie in Ihrer Lasersoftware (z. B. Pangolin Beyond) Ihre Grafiken und Animationen.
2. Designeffekte, die die Stärken des Mediums ausspielen: materialisierende Logos, 3D-Tunnel, mit dem Wasser fließende Partikel usw.
3. Synchronisieren Sie die Show-Timeline mit der von Ihnen gewählten Audiospur.
Schritt 5: Führen Sie die integrierte Show aus
1. Räumen Sie den Bereich von nicht unbedingt benötigtem Personal frei. Alle verbleibenden Personen sollten die Sicherheitsmaßnahmen kennen.
2. Starten Sie die Wasserpumpe und stellen Sie sicher, dass der Nebelbildschirm stabil ist.
3. Aktivieren Sie die Sicherheitsverriegelung des Lasers.
4. Starten Sie die Audiospur und starten Sie die Lasershow von Ihrem Computer aus.
Bei unregelmäßig stattfindenden Veranstaltungen (z. B. Hochzeiten, Produkteinführungen und Festivalfeiern) ist es am praktischsten und sichersten, ein professionelles Unternehmen für audiovisuelle Medien oder Spezialeffekte zu beauftragen, insbesondere ein Unternehmen, das sich auf Laser- und Wasserleinwandaufführungen spezialisiert hat.
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